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Neues Smartphone gekauft? Was machen Deutsche mit altem Handy?

Laut Hightechverband BITKOM möchte die Bundesfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen einen Pfand für Mobiltelefone ins Leben rufen. Der Hightechverband BITKOM lehnt diesen Vorschlag jedoch ab. In den vergangenen Jahren haben schon viele Großunternehmen ein Rücknahmesystem  für Althandys gegründet, welches auch freiwillig in Anspruch genommen wird.

Ein Pfandsystem wie auf Dosen wäre für Mobiltelefone kontraproduktiv

Die Bundesfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen möchten gerne ein Pfand auf Mobiletelefone einführen, diesen Vorschlag jedoch lehnt der Hightechverband BITKOM ab. „Seit Jahren weisen wir auf die Problematik der Millionen Althandys in deutschen Haushalten hin. Wir freuen uns, dass die Grünen nun ebenfalls aktiv werden“, sagt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. „Ein Pfand-System für Handys ist aber genau der falsche Weg. Ein Pfand würde die bestehenden Rücknahmesysteme zerstören und der bürokratische Aufwand läge in keinem Verhältnis zum angestrebten Nutzen. Handys sind keine Dosen“, merkte Rohleder am Rande der CeBIT mit Anspielung auf das vor einigen Jahren eingeführte Dosenpfand an. Ein Rücknahmesystem für alte Handys haben in den letzten Jahren schon alle großen Mobilfunkbetreiber ins Leben gerufen. Wer sein altes Mobiltelefon nicht mehr benötigt kann dieses z.B. per Post einsenden. Die dazugehörigen portofreien Versandumschläge erhält man im Internet oder aber auch im Mobilfunkladen. Und manche Betreiber nehmen das Alt-Handy sogar direkt selbst im Geschäft entgegen. Wer sein altes Mobiltelefon (z.B. ein ausgedientes Smartphone) zurückgibt, tut im gleichen Atemzug etwas Gutes, denn für jedes Handy was abgegeben wird, spenden viele Unternehmen an Umweltorganisationen, soziale Einrichtungen oder andere Hilfsprojekte. Rohleder: „Auf diesem Weg fließt jedes Jahr ein Millionenbetrag an karitative Organisationen. Mit einem Zwangspfand würde dieses Spendenverfahren praktisch gestoppt.“ Selbstverständlich können Handynutzer auch das alte Mobiltelefon bei kommunalen Abfallsammelstellen kostenlos entsorgen, von hier aus werden die Geräte an den Hersteller oder Recyclingunternehmen gesendet. Diese sorgen für eine umweltgerechte Entsorgung oder Wiederverwertung. Sie suchen ein neues Handy / Smartphone?

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Neues Smartphone gekauft? Was machen Deutsche mit altem Handy?

80 Prozent von einem Mobiltelefon kann wieder verwendet werden (Recycling)

Rohleder: „null werden im Schnitt nach spätestens drei bis vier Jahren ausgemustert. Ein Pfandsystem, das über solch lange Zeiträume verwaltet werden muss, erzeugt einen enormen bürokratischen Aufwand und ist praktisch kaum umsetzbar. Wir wissen von so genannten Cash-back-Aktionen der Unternehmen, dass so gut wie niemand ein funktionsfähiges Handy zurückgibt, nur weil er dafür ein paar Euro bekommt. Ein Pfand würde im besten Fall ins Leere laufen, im schlechteren Fall wäre es kontraproduktiv. Funktionsfähige Systeme sind vor allem einfach, Pfandsysteme sind kompliziert.“ Von einem Mobiltelefon können rund 80 Prozent wiederverwertet werden. Darunter sind auch wertvolle Metalle wie Gold, Silber und Kupfer sowie seltene Erden. Rohleder: „Zwar sind die Rohstoff-Mengen in jedem einzelnen Handy gering, in Summe kann daraus ein erheblicher Beitrag zum schonenden Umgang mit knappen Ressourcen werden.“ Sie suchen noch einen geeigneten Mobilfunktarif? Schauen Sie bei der Telekom.

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2012-03-08T10:20:17+00:00 / 2016-09-16T19:34:58+00:00 / Anbieter Telekom

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Letztes Update dieser Seite: 16. September 2016